Globalisierung: Feine Unterschiede

Ich glaube, es ist in der Politik unstrittig, dass wir hier in Deutschland von der Globalisierung profitieren. Wirtschaftlich, als exportabhängige Nation. (Das ist fast die einzige Aussage mit wirtschaftlichem Bezug in diesem Beitrag – ich bleibe dem Blogtitel treu).

Aber wie sieht es ansonsten mit dem globalen Denken aus? Hier ein aussagekräftiges Zitat eines deutschen Virologen im Globalisierung: Feine Unterschiede weiterlesen

Degrowth als Ende der Ästhetik?

Die Möglichkeiten einer Postwachstumsgesellschaft wurden auf der degrowth conference 2014 in Leipzig diskutiert. Positiv anzumerken ist, dass es sich um eine offene Diskussion handelte, die möglichst viele Aspekte berücksichtigte. Über einen sehr lebensnahen Aspekt berichtete die TAZ.

Weil ein spezielles Thema Bedeutung für jeden von uns eine im täglichen Leben sehr praktische Bedeutung hat, sollten wir hier einmal genauer hinschauen . Es geht um Mode und die Kleidung in unserem täglichen Leben.

Kleidung aus wiederverwertbarem Material (hier Industrieabfälle) ist meist als solche erkennbar, wie die TAZ festhält. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, denn ob man eine solche Kleidung tragen möchte, ist Geschmackssache. Problematisch wird es, wenn in diesem Zusammenhang das Thema Ästhetik angesprochen wird.

Zwei Zitate aus der TAZ regen zum Nachdenken an (1): Degrowth als Ende der Ästhetik? weiterlesen

Auf der Suche nach schönen Sätzen, etwas anderes gefunden

Romane – und sehr selten Kurzgeschichten – lese ich weniger wegen eines Handlungsstrangs, sondern vielmehr um „schöne Sätze“ zu finden. „Schöne Satze“ ist sicherlich keine exakte Aussage und diese beiden Worte können viel enthalten. Auf eine nähere Interpretation verzichte ich hier aber. Der Grund ist einfach: der Verzicht bewahrt mir zunächst einmal Freiheit, Auf der Suche nach schönen Sätzen, etwas anderes gefunden weiterlesen

Wie konnten wir uns nur so schnell entwickeln? Weil wir Sprachen haben …

Ich möchte die Sprache ein wenig ins Spiel bringen. Von welchem „Spiel“ ich rede? Nun von keinem Spiel im wörtlichen Sinne, sondern eher von einer oberflächlich benutzten Analogie. Worum geht es also? Um uns Menschen, unsere Entwicklung und unsere Einordnung in die Welt.

Jürgen Habermas und der Kulturantropologe Michael Tomasello führten Anfang Juni eine Diskussion an der Uni Wie konnten wir uns nur so schnell entwickeln? Weil wir Sprachen haben … weiterlesen

Weshalb wir die Kommunikation der Pflanzen besser kennen lernen sollten

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Weshalb wir die Kommunikation der Pflanzen besser kennenlernen sollten ……

Interessant, dass die Wochenzeitschrift Die Zeit wieder einmal einThema aufgreift, welches zwar seit Jahren diskutiert wird, aber leicht der Parawissenschaft zugeordnet wird: Können Pflanzen sprechen?
Aus dieser Frage resultieren natürlich schnell weitere Fragestellungen und damit auch neue Forschungsfelder, neben der „Pflanzenkommunikationsforschung“ auch die Pflanzenneurobiologie. Denn Kommunikation setzt auch Weshalb wir die Kommunikation der Pflanzen besser kennen lernen sollten weiterlesen

Shakespeare

 

Shakespeare

Shakespeare! Der Spiegel 16/2014 schreibt: „…lange vor der Erfindung des Urheberrechts, umformulierte und unformatierte (Anm: Shakespeare) was ihm an älteren Stücken … imteressant und spektakulär genug erschien“

Ob unsere Zeit mit seinem Leistungsschutzrecht auch noch solche Vielfalt für unsere Nachkommen hervorbringen wird?

Dahinter steht wohl auch die Frage: „Sein oder Nichtsein“

Verrückt sein- Ein Erfolgsrezept der Evolution

Forschung wider den Zeitgeist bei uns in Deutschland ist das Thema von Svante Pääbo. Der Spiegel in seiner Printausgabe 10/2014 nennt als Ziel seiner Forschung: Herausfinden, was den Menschen zum Menschen macht. Zur Beantwortung dieser Frage, bietet es sich fast zwangsläufig an, immer auch ein Blick auf die neueren Erkenntnis der Evolutionstheorie zu werfen.

EVO

In einem Interview im Spiegel wird Pääbo konkreter: Verrückt sein- Ein Erfolgsrezept der Evolution weiterlesen

450 Jahre danach

Es gibt zeitlose Aussagen, wie diese von Focault zu Galileo Galilei : „Der wahre Skandal von Galileis Werk war nicht so sehr die Wiederentdeckung, das sich die Erde um die Sonne dreht, sondern die Konstituierung eines unendlichen und unendlich offenen Raumes; dergestalt, dass sich die Ortschaft des Mittelalters gewissermaßen aufgelöst fand: der Ort einer Sache war nurmehr ein Punkt in ihrer Bewegung“ (1)

Heute machen wir uns möglicherweise weniger Gedanken über unseren Platz im Universum, als um unseren Platz hier in unserer Gesellschaft und in unserem täglichen Leben. Unserem Leben steht zwar kein ganz unendlicher Raum zur Verfügung. Aber Dank relativ hohem Wohlstand, relativ guter Bildung und einer noch vorhandenen relativ großen Freiheit könnte man konstituieren (um in der gleichen Wortwahl wie Focault zu bleiben), dass uns für die Gestaltung unseres Lebens ein beinahe unendlicher Raum zu Verfügung steht.

Diesen zu nutzen, kann aber ebenso wie vor 450 Jahren, ein wahrer Skandal werden. Jedenfalls gelange ich zuweilen zu dieser Überzeugung, wenn ich mir die Regulierungswut der politischen Parteien anschaue. Sie sind sicherlich häufig wohl gemeint. Dennoch engen diese unseren Raum ein.

Ja, ja Schuld haben die Politiker!

Diese Aussage ist bequem und wegschauend. Es hat vielmehr den Anschein, dass die Ursache in den Erwartungen der Politiker begründet sind. Genauer: in den Erwartungen der Politiker, was die Wähler erwarten.

Immerhin, einen Erfolg haben wir in den letzten 450 Jahren definitiv zu verzeichnen: Wir akzeptieren zwischenzeitlich, dass die Erde keine Scheibe ist. Um aber nicht hoffnungslos in der Vielzahl der Möglichkeiten unseres Lebens hier auf der Erde verloren zu gehen, versuchen wir vieles, den (fast) unendlichen Raum für unserer Leben einzugrenzen. Wir vermeiden Skandale. Und sind damit mehr noch als politisch korrekt.

(1) Gefunden in heise online

gelesen – gedacht – gesehen & wer sich doch für Wirtschaft und Finanzen interessiert findet in der rechten Spalte bestimmt etwas :-)